Generationswechsel im Innviertler Paradebetrieb Fill Metallbau
Stefan Fill ist seit mehr als 20 Jahren in der Firmengruppe, die der Vater als Schlosserei in einem Stadel 1968 gegründet hat. „Ich habe alle Jobs in der Firma durchlebt“, sagt der 45-Jährige, der eine Firmengruppe mit einem Geschäftsvolumen von 53,4 Millionen Euro übernimmt. Vor dem Eintritt ins Familienunternehmen hat Stefan in der Firma des Onkels Josef Fill in Gurten nach der Matura in der Handelsakademie eine Schlosserlehre absolviert.
Die mit Abstand größte Firma im Reich von Alois und Stefan Fill ist der gleichnamige Metallbau mit fast 44 Millionen Euro Betriebsleistung und 224 Mitarbeitern. Dazu kommen kleinere Metallbaufirmen und Beteiligungen. „Die Reise ist weiter auf gesundes Wachstum ausgerichtet“, sagen die beiden. Bis ins Jahr 2012 werde sich die gesellschaftsrechtliche Übergabe ziehen. „Ich kann froh sein, dass es der Bub übernimmt“, sagt der 68-jährige Übergeber.
Doch nicht nur an der Spitze ist familiärer Zusammenhalt gewährleistet. Auch im Metallbaubetrieb gäbe es viele mit gleichem Familiennamen. Mehrere Väter, Söhne und Brüder sind zu finden. „90 Prozent der Mitarbeiter haben als Lehrlinge begonnen. Wir müssen unsere Leute selber ausbilden, weil es für das Metallbauwesen keine Spezialausbildung gibt“, sagt der Seniorchef. Der Fleiß und die Loyalität der Mitarbeiter seien groß. Die meisten kämen aus der unmittelbaren Umgebung.
Alois Fill freut sich, dass mit dem Bezirksschulzentrum Ried und der HTL Andorf Aufträge in der Region an Land gezogen werden konnten. 40 Prozent des Geschäfts macht Fill Metallbau im Export. Gemeinsam mit GIG Fassadenbau, an dem Fill beteiligt ist, könnten auch ganz große Projekte, wie jüngst eine 17-Millionen-Euro-Order in der Schweiz bewältigt werden.



